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18.02.2017 25. Töpner Nachteule Am gestrigen Samstag den 18.02.2017 führte die RK Hof ihre 25. Töpener Nachteule durch. Bei schon fast Frühlingshaften Temperaturen begaben sich fünf Kameraden unserer RK als Teilnehmer zu dieser doch Denkwürdigen Veranstaltung. „25 Jahre“ lang mit immer dem gleichen Engagement, Einsatzwillen und Einfallsreichtum, solch eine Großveranstaltung zu planen und Durchzuführen hat schon was. Die große Herausforderung es jedem recht zu machen, ist nicht ganz so einfach, wie sich das vielleicht viele vorstellen. Auch muss die dementsprechende Men-Power vorhanden sein um eine Vielzahl von Stationen besetzen zu können und desweiterem muss Personal für das Darum herum auch gewillt sein, für die Teilnehmenden Kameraden die Versorgung für das leibliche Wohl sicherzustellen. Dafür danken wir den Kameraden der RK Hof, die das seit 25 Jahre auf die Beine gestellt haben – Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit!!!! Nachdem alle Teilnehmer die Formalitäten am Treffpunkt in der Turnhalle Töpen erledigt hatten, erfolgte die Verlegung im Fußmarsch von dort zum Geflügelzüchterheim. Dort wurden die weiteren Maßnahmen, wie Einteilung der Marschgruppen, Ausgabe der Gesamtlager und Empfang verschiedener Utensilien, wie Taschenlampe, Kompass und Meldeblock abzuwickeln. Gegen 16:15 Uhr wurde die erste Mannschaft auf die Streife zu Fuß geschickt, alle weiteren Mannschaften folgten im 10 Minuten abstand. Die erste Station war das Einlesen der Eigentlichen Lages der Streife zu Fuß mit gleichzeitigem Beantworten von schriftlich gestellten Fragen zu dem genannten Auftrag. Ein kleiner Auszug aus den Fragen war z.B. „Zeichnen Sie das taktische Zeichen der Einheit der Sie angehören“, „Welche Begriffe aus dem Funksprechverkehr verstecken sich im Kürzel – DDS“ oder „Erstellen Sie den Streifenbefehl in Kurzform“. Gab dem einen oder anderen schon etwas zu denken, wie die taktischen Zeichen zum Beispiel. Nach der Beantwortung der Fragen bekam man eine Skizze mit einer Wegbeschreibung zur nächsten Station. Da kam es auf die Orientierung im Gelände an, um die Skizze erst einmal so auszurichten dass diese der Umgebung entsprach, um dann auf dem richtigen Weg den Streifengang zu beginnen. Nach einem ca. 750m langen Marsch erreichte man die nächste Station. Dort musste man im Unterholz mit einem bereitgestellten FF OB ZB (Feldfernsprecher) Verbindung zum Kompaniegefechtstand Aufnehmen und den eigenen Standort verschleiert melden und weitere Befehle entgegennehmen, um den Streifengang fortzusetzten. Der Streifengang wurde ebenfalls Verschleiert durchgegeben, sodass dieser erst entschleiert, in die Karte eingetragen und die entsprechenden Zusatz Meldungen – hier umgehen Sie Mienenfeld (Koordinaten wurden übermittelt) rechts - übertragen werden. Nach allen Eintragungen in der Karte, wurde dies wieder Eingenordet, der Eigene Standort nochmals bestimmt und der Marschweg festgelegt. Einige Zeit später, wurde durch die ständige Beobachtung des Geländes, das Mienenfeld gesichtet. Die Sichtung wurde unter Einhaltung der Rundumsicherung durch zwei Kameraden in der Karte überprüft und der Streifenweg fortgesetzt. Auf sehr glatten Waldwegen erreichten wir schon bei eingetretener Dunkelheit die dritte Station. Aufgrund der Marschformation die unsere Gruppe eingenommen hatte, konnte durch den Führenden ein Taschenlampenlicht ausgemacht werden, sodass alle in gedeckte Stellung gingen, um dem annähernden das Ausspähen unseres Streifentrupps zu erschweren. Mit dem Anrufverfahren gaben wir uns zu erkennen und wurden durch den Hilfsausbilder in Empfang genommen und erhielten eine Kurze Einweisung in die nächste Station. Hier teilten wir unsere Gruppe in zwei Kampfgemeinschaften um die Aufgabenstellung bestens zu lösen. Der eine Teil konzentrierte sich auf die Feststellung der Entfernungen bei Nacht und der zweite Teil legte die Marschkompasszahlen der einzelnen Lichtpunkte im Gelände fest. Nicht genug mit dem Kompass festgelegt, musste auch noch der weitere Streifengang in einem dritten Teil der Station bestimmt werden und nach Angabe der Entfernung setze man den Gang fort, der uns an die nächste Station führte. Dort angekommen, stellte sich heraus, dass hier nicht die Gruppe sondern nur zwei der Kameraden ihr Geschick unter Beweis stellen mussten. Die Anspannung stieg, denn unter erschwerten Bedingungen mussten mit dem Luftgewehr zehn Schuss abgegeben werden, aber nicht einfach Anlegen, Zielen und Treffen, so einfach machten es uns die Ausbilder nicht! In einer Scheune, Stockfinster und Bewegliche Ziele, die im Schein der Taschenlampe hin und her wanderte und auch noch getroffen werden wollten. Mit leicht gemischten Gefühl traten die beiden Schützen ihr Schicksal an, mit der Gefahr an dieser Station die bisher gezeigt Leistung im Team zu Nichte zu machen. Das Glück war uns weiter als guter Begleiter gewahrt und Erzielten ein sehr gutes Schießergebnis. Nach der Auswertung der Ringe, die geschossen wurden, folgte eine Koordinate, die gemäß Bezugspunkt-verfahren in die Karte eingetragen werden musste und unser weiterer Streifenweg war bekannt, sodass wir diesen mit einem sehr guten Gefühl fortsetzten. In der Gesamtlage wurde darauf hingewiesen, dass die Zivilbevölkerung in allen Belangen unterstützt werden und die Gebäude derer, auch im Auge behalten werden sollte. Also wurde nach Eintreffen in der Ortschaft Töpen, nicht nur die Aufmerksamkeit auf das umliegende Gelände, sondern auch auf die Gebäude und die zu Später Stunde noch auf den Straßen angetroffenen Zivilbevölkerung ein großes Augenmerk gelegt. Dabei wurde ein Lichtstrahl, der aus einem halb offenen Hallentor, auf die Straße traf, als nicht normal eingeordnet und man suchte die Ursache dafür. Nach Lagesondierung und Einteilung der einzelnen Kameraden, wurde schnell klar, dass es sich hier um einen Unfall handeln musste. Kurze knappe Ansagen, machten das handeln einfach und jeder wusste was zu tun war. Eine Person - Sturz von Leiter – Bewusstlos – Kopfverletzung!! Absetzen des Notrufes, Freilegen des Verletzen, Überwachung der Vitalfunktionen, Verbinden der Wunde und die stabile Seitenlage waren dann die ersten größeren Maßnahmen die erledigt wurden – aber das was alle vergessen hatten, war das Reden mit dem Verletzten - dass auch uns zum Verhängnis wurde und Punkte kostete. Nichts desto trotz ließen wir den Kopf nicht hängen und verließen nach der Abschlussbesprechung mit einer weiteren Skizze den Ort des Geschehens Richtung Turnhalle Töpen, wo noch zwei weitere Stationen auf uns warteten. Die vorletzte Station führte uns an der Turnhalle vorbei in eine abseits gelegene Straße, doch zwei Kameraden schon auf uns warteten. Hier musste unter erschwerten Bedingungen verschieden Fahrzeuge, Luftfahrzeuge und Waffentypen im Taschenlampenlicht erkannt und benannt werden. An der letzten Station war schon etwas Entspannung in der Gruppe zu spüren! Im der Turnhalle bei Licht wurde die letzte Aufgabe durch drei Kameraden absolviert. Zielwerfen auf unbekanntes Zielgebiet, nur unter Angaben der Zielansprache wie bei der Artillerie – vor, links, zurück oder rechts – ist nicht ganz so einfach, aber bei der Artillerie, die mit einer Höheren Entfernung Ihre Ziele bekämpfen geht dies auch nicht genauer, wenn man mal davon absieht, wie zur jetzigen Zeit mit GPS und Drohnen die Ziele auf den Punkt getroffen werden, ohne dem Gebäude nebenan einen Kratzer zuzufügen. Nach Rückmeldung, Schuhputz verbessern und einer Zigarette, ging es zum Abendessen, dass die RK Hof zur Feier des Tages gesponsert hat. Bei einem DAB (Dienstabschlussbier) und einem sehr Kameradschaftlichen Beisammensein wurde durch StFw Knieling die Abschlussbesprechung mit Bewertung der Ausbildung zum Ende geführt. Bei seiner Rede stellte Knieling weiterhin fest, dass es nach 25 Jahren doch mal an der Zeit wäre, den jüngeren den Vortritt zu lassen und gab den Stab der Töpener Nachteule ab. Er ließ es sich aber nicht nehmen, sich bei der Gemeinde Töpen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem BRK und dem Kleintierzüchtern für ihre jahrelange Unterstützung zu bedanken. Desweiterem wurden alle alteingesessenen „Töpener Nachteulen“ (StFw Hecke, StFw Knieling und StFw Hofmann) durch den Bürgermeister der Stadtkrug überreicht. Auch der erste Vorsitzende der RK Hof SG Münch erhielt ein Geschenk für die Jubiläumsveranstaltung durch den Bürgermeister von Töpen. Nach Erhalt der Ausgewerteten Unterlagen war für die Überraschung sehr groß, den wir hatten von 9 Mannschaften die dritt beste Punktewertung erreicht. Kameraden ich bin stolz auf unsere Gemeinsame Leistung, die wir nur im Team erreichen konnten – Danke dafür! Quelle Bilder: RK Selb-Erkersreuth / RK Hof

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Verband der Reservisten - RK Selb-Erkersreuth - Vorsitzender: Thomas Großwald - Vorwerkstr. 47 - 95100 Selb - E-Mail: tom1277@hotmail.de - Mobil: 0160/2806490